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Argentinien:
Die Bauern des Landes befinden sich seit 2 Wochen im Streik und demonstrieren gegen die angekündigte Abgabenerhöhung auf landwirtschaftliche Produkte. Das führte bisher zu Verkehrsblockaden in den größeren Städten Argentiniens, was besonders am letzten Osterwochenende zu spüren war. Mittlerweile werden teilweise aber auch die landwirtschaftlichen Produkte in den Supermärkten rar, weshalb sich viele Argentinier landesweit mit den Bauern solidarisch erklärten und gegen die Präsidentin Kirchner demonstrierten. Im Falle von Buenos Aires äußerte sich dieses gestern in lautstarken "cacerolazos", dem Schlagen auf Kochtöpfe, was es in dem Ausmaß seit dem Jahr der großen Wirtschaftskrise 2001 nicht mehr gegeben hatte. Die Präsidentin jedoch zeigte sich unnachgiebig und verkündete eine gleichbleibend harte Haltung der Regierung. Ihr zufolge hat der Landwirtschaftssektor am meisten von der wachsenden Wirtschaft der letzten Jahre profitiert. Frauke Alberts |
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Argentinien:
Gestern war es wieder soweit - zum bereits 32. Mal jährte sich der Jahrestag zum Gedenken an die Opfer und Verschwundenen der Militärdiktatur in Argentinien. Dieses Mal fand die Hauptveranstaltung im ehemaligen ESMA-Gebäude in Buenos Aires statt, einem der schrecklichsten Internierungslager dieser Zeit. Aber auch in den umliegenden Provinzen und natürlich am Plaza de Mayo gab es Kundgebungen. Dort bin ich auch dazugestoßen und konnte miterleben, wie für schnellere Gerichtsverfahren gegen die Peiniger (die zum größten Teil noch auf freiem Fuß leben) und für die Einhaltung der Menschenrechte demonstriert wurde. Wie jedes Mal nahmen die Abuelas des Plaza de Mayo, die Großmütter und Mütter der Verschwundenen, einen wichtigen Teil der Veranstaltung wahr. Während der Militärdiktatur zwischen 1976 und 83 verschwanden ca. 30.000 Menschen, meistens Kritiker und Oppositionelle, spurlos. Erst seit 2005 ist das Amnestiegesetz für Angehörige der Militärjunta aufgehoben worden und Gerichtsverfahren möglich. Frauke Alberts |
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Argentinien:
Zum erst fünften Mal in 25 Jahren wurde an der argentinischen Atlantikküste, ca. 630km südlich von Buenos Aires, ein archäologisch interessantes Areal freigespült. Normalerweise befindet sich diese Zone unter einer dicken Sandschicht. Bei den Fundstücken handelt es sich um Artefakte aus Holz, Stein und Knochen, die einer indigenen Kultur zugeordnet werden, die vor ca. 7000 Jahren dort gelebt haben. Die Einzigartigkeit dieser Funde wird durch 2 Faktoren bestimmt: zum einen sind wegen der vorherrschenden klimatischen Bedingungen in dieser Region der Pampa archälogische Funde eine Seltenheit, da sie nicht konserviert werden; zum anderen arbeiten die Forscher gerade fieberhaft daran, möglichst viele Artefakte zu sichern, bevor das Meer wieder seinen Tribut fordert und das Areal vielleicht wieder für Jahre verschüttet wird. Frauke Alberts |
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Argentinien:
In Argentinien sorgt derzeit ein Gerichtsprozess für Aufsehen, in dem eine junge Frau für ihre Adoptiveltern lange Haftstrafen fordert. Als María Eugenia Sampallo Barragán mit Hilfe der Organisation - Mütter der Plaza de Mayo - herausfand, dass sie ein Kind von Regimegegnern der Militärdiktatur war, ging sie vor Gericht und möchte mit ihrem Beispiel auch andere Opfer der Diktatur dazu ermutigen. Durch einen Gentest bestätigte sich die Identität der wahren Eltern. Gegen die Adoptiveltern und den Militär Enrique José Berthier wird nun Anklage erhoben wegen Kindesentführung, Geheimhaltung der Identität und Fälschung der Geburtsurkunde von Maria Eugenia. Zwischen 1976 und 1983 wurden in Argentinien tausende von Regimegegnern vom Militär entführt, gefoltert und getötet. Oft wurden die Kinder der Entführten ohne deren Einwilligung in regimegetreue Familien gegeben. Katharina Zeuge |
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Argentinien:
Der Tourismus in Argentinien wächst immer mehr. Wie das argentinische Fremdenverkehrsamt Sectur diesen Monat mitteilte, besuchten alleine im Januar 2008 über 200.000 Touristen das Land - ein Anstieg von 15% im Vergleich zum Januar des Vorjahres. Vor allem der Tourismus im ländlichen Raum wird immer gefragter. Vor 8 Jahren wurden 300 Unternehmen in diesem Feld gezählt - inzwischen gibt es über 1200 Unternehmen die sich mit ruralem Tourismus beschäftigen. Das Angebot ist vielfältig! Beliebt sind vor allem Ausflüge auf Estancias (Farmen). Dabei kann man - je nach Interesse - Reiten, Schafe scheren, Kühe melken und sich so zumindest für einen Tag wie ein argentinischer Gaucho fühlen! Kathrin Sauter |
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